SYLVENSTEIN Rechtsanwälte | Rechtsanwälte haften bei unzureichender Aufklärung
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Rechtsanwälte haften bei unzureichender Aufklärung

Rechtsanwälte haften bei unzureichender Aufklärung

Das Oberlandesgerichts Düsseldorf hat mit Urteil vom 3. Juni 2013 (Az. I-9 U 147/12; NJW 2014, 399; Volltext) bekräftigt, dass Rechtsanwälte für die Verfahrenskosten eines verlorenen Prozesses haften, wenn sie den Mandanten nicht ausreichend über die Prozessrisiken aufgeklärt haben. Wenn eine Rechtsschutzversicherung eine Deckungszusage für den Prozess gegeben und die Verfahrenskosten vorläufig übernommen hat, kann sie den Anwalt in Anspruch nehmen. Anwälte dürfen insofern bei gegebener Deckungszusage nicht blindlings in einen Prozess steuern; die wohlinformierte Entscheidung muss insoweit beim Mandanten bleiben. Allerdings muss der Mandant bzw. seine Versicherung beweisen, dass er den Prozess bei ausreichender Risikobelehrung nicht geführt hätte; ein Anscheinsbeweis zu seinen Gunsten greift insoweit nicht ein. Dies hat das Kammergericht mit Urteil vom 23. September 2013 (Az. 8 U 173/12; NJW 2014, 397; Volltext) klargestellt.