SYLVENSTEIN Rechtsanwälte | Reservierungsvereinbarung
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Reservierungsvereinbarung Tag

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Reservierungsvereinbarung mit Bearbeitungsgebühr / Reservierungsgebühr

Immobilien werden als Kapitalanlage immer beliebter, insbesondere sichern sich zahlreiche Personen den Vorrang auf Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäuser durch eine sog. Reservierungsvereinbarung. Typische Formulieren versprechen, dass der Immobilienmakler bzw -vermittler sich darum kümmert, dass die betreffende Immobilie nicht anderweitig angeboten wird und bis zu einer bestimmten Frist für den Kaufinteressenten reserviert bleibt. In vielen dieser Reservierungsvereinbarungen ist hierfür im Gegenzug eine Entgeltregelung über eine Bearbeitungsgebühr oder Reservierungsgebühr enthalten. Diese Regelung stellt in den meisten Fällen eine Allgemeine Geschäftsbedingung dar und führt häufig zu einer Benachteiligung der Immobilieninteressenten. Insbesondere, soweit die Parteien die Höhe und die Zahlung einer entsprechenden Gebühr nicht individuell verhandelt haben. Grundsätzlich findet bei den entsprechenden Formularen eine Verrechnung dieser Bearbeitungsgebühr bzw. Reservierungsgebühr auf die Makler-/Vermittlerprosivion statt.

Bei Rücktritt von der Kaufabsicht ist jedoch geregelt, dass der Anspruch auf Erstattung der Bearbeitungsgebühr bzw. Reservierungsgebühr verfällt. Genau in diesem Punkt werden zahlreiche Immobilieninteressenten um Ihr Geld gebracht. Zahlen die Immobilienkäufer die Bearbeitungsgebühr bzw. die Reservierungsgebühr und verwerfen später doch ihre Kaufabsicht, scheitern viele im Nachgang bei der Rückforderung der gezahlten Bearbeitungsgebühr gegen den Immobilienmakler bzw. -vermittler.

Gestaltung der Vereinbarung entscheidend. Bearbeitungsgebühr meist unzulässiges erfolgsabhängiges Maklerhonorar.

SYLVENSTEIN Rechtsanwälte betreut derzeit zahlreiche Mandanten bei gleichgelagerten Fällen. Nach unserer Auffassung ist eine Klausel über eine Bearbeitungsgebühr nur gültig, wenn das Formular so gestaltet ist, dass der Käufer ausdrücklich bestätigt, dass er sich zu einer Zahlung verpflichtet. Weiterhin muss die Bearbeitungsgebühr bzw.  Reservierungsgebühr ausdrücklich zwischen den Parteien individuell ausgehandelt werden. Weiterhin muss die Klausel mittels einer entsprechenden eindeutigen Formulierung gekennzeichnet bzw. optisch deutlich hervorgehoben sein sein. Hier spielen die Regeln des AGB-Rechts eine Rolle. Denn häufig werden die Kaufinteressenten der Immobilie bei den Vertragsgestaltung unangemessen benachteiligt.

Ansprüche von Immobilienmaklern bzw. Immobilienvermittlern sorgfältig prüfen

SYLVENSTEIN Rechtsanwälte rät in diesem Zusammenhang die geltend gemachten Ansprüche sorgfältig zu prüfen. Immobilieninteressenten können diese Gebühr gerne zahlen, sollten aber bei Rücktritt von der Kaufabsicht diese Bearbeitungsgebühr zurückfordern. Jedoch liegt jeder Fall anders und sollte von einem unserer spezialisierten Anwälte sorgfältig geprüft werden, um unangenehme Folgen zu vermeiden bzw. diesen rechtzeitig entgegen zu treten. Informieren Sie sich weiter zum Thema und erhalten über einen kostenlosen Schnellcheck eine Ersteinschätzung der Chancen gegen die Zahlung einer Bearbeitungsgebühr.