SYLVENSTEIN Rechtsanwälte | Darlehensvertrag widerrufen: So läuft es ab
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Darlehensvertrag widerrufen: So läuft es ab

Darlehensvertrag widerrufen: So läuft es ab

Viele Mandanten fragen uns nach dem typischen Ablauf der Prüfung und anschließenden Durchsetzung eines Darlehenswiderrufs. In der Folge haben wir daher exemplarisch den Verlauf eines Falles dargestellt.

Darlehensvertrag widerrufen und Vorfälligkeitsentschädigung sparen: Schritt für Schritt

Darlehensvertrag widerrufen? Gemeinsam mit unseren Mandanten gehen wir in folgenden Schritten vor:

1. Informationen zum Darlehensvertrag zusammenstellen

Bevor wir für Sie tätig werden können und Ihren Darlehensvertrag widerrufen, brauchen wir Ihre Hilfe. Zunächst stellen Sie die wichtigsten Informationen Ihres Darlehensvertrags zusammen: Datum des Vertragsschlusses, Zinssatz, Restschuld, Zinsbindungsfrist und Laufzeit Ihres Darlehensvertrags. Von elementarer Bedeutung ist natürlich auch die Widerrufsbelehrung Ihrer Bank oder Sparkasse. Für den Fall, dass Sie bereits eine Vorfälligkeitsentschädigung gezahlt haben, benötigen wir zusätzlich Informationen zur Höhe der gezahlten Entschädigung. Über unser Kurzanfrageformular können Sie uns die oben genannten Daten samt eines Scans Ihrer Widerrufsbelehrung übermitteln und so unbürokratisch Kontakt aufnehmen. Idealerweise senden Sie uns sämtliche Unterlagen im pdf-Format.

2. Einschätzung Ihrer Chancen innerhalb von 48 Stunden

Auf Basis der uns zur Verfügung gestellten Unterlagen überprüfen wir, ob Sie Ihren Darlehensvertrag widerrufen können und teilen Ihnen anschließend fair und offen mit, wie wir Ihre Chancen einschätzen. Zudem weisen wir darauf hin, was zur Vorbereitung eines etwaigen Widerrufs unternommen werden sollte und welche Folgen ein Widerruf hat.

3. Transparente Erläuterung der Kosten

Sofern wir gute Erfolgsaussichten sehen und Sie mit uns zusammen arbeiten möchten, berechnen wir überschlägig, welchen Wert der Widerruf Ihres Darlehensvertrags für Sie hätte und welche Kosten entstehen würden. Unsere Kosten richten sich gemäß §§ 2 ff. der Zivilprozessordnung (ZPO) in Verbindung mit dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) nach dem sog. Streitwert. Dies ist sozusagen der Betrag, der für Sie “im Feuer steht”.

Ein Beispiel: Ihre Restschuld von EUR 79.000 wird derzeit zu 4.35% verzinst werden. Diese Angaben unterstellt entstünden Ihnen von heute bis April 2017 (Ablauf der Zinsbindungsfrist in unserem Beispiel) überschlägig gerechnet Zinskosten in Höhe von etwa EUR 12.000. Bei 10jähriger Zinsbindung sind aktuell Hypothekenzinsen von 2% durchaus realistisch. Einen solchen Zinssatz unterstellt kämen Sie im gleichen Zeitraum auf Zinskosten in Höhe von etwa EUR 5.800. Insofern ergibt sich hier eine Differenz von etwa EUR 6.200. Darüber hinaus könnte man für die Vergangenheit Nutzungen geltend machen, die im Ergebnis die Differenz zwischen dem von Ihnen gezahlten Vertragszins und dem damaligen Marktzins darstellt. Hier wäre überschlägig ein Betrag von EUR 3.800 zu erzielen. In Summe ergibt sich demnach ein Betrag in Höhe von EUR 10.000, der sich rechnerisch maximal für Sie erzielen ließe. Für die außergerichtliche Vertretung fielen insoweit nach Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) EUR 887,03 an. Kommt es zu einem Vergleich, steigen die außergerichtlichen Kosten auf EUR 1.883,06 (inkl. MWSt). Diese Kosten umfassen unsere Recherchen zur Rechtsprechung für Ihre konkrete Art der Widerrufsbelehrung, sämtliche Korrespondenz und Verhandlungen mit der Bank. In vielen Fällen konnten wir bereits nach kurzer Zeit attraktive neue Konditionen für unsere Mandanten erzielen. Hinsichtlich Ihrer Erfolgsaussichten orientieren wir uns an der höchstrichterlichen Rechtsprechung.

Für weitere Informationen verweisen wir auf unsere Fragen und Antworten rund um das Thema Widerrufs-Joker, Vorfälligkeitsentschädigung, etc.